Wissenschaftliche Quellen
Die Analyse unseres wissenschaftlichen Teams stützt sich auf die relevanten wissenschaftlichen Erkenntnisse zu jedem Zusatzstoff, insbesondere auf:
1) Berichte von Expertengremien, insbesondere jene der EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit), der ANSES (Französische Agentur für Lebensmittel-, Umwelt- und Arbeitssicherheit) sowie der WHO (Weltgesundheitsorganisation) – insbesondere des JECFA (Gemeinsamer FAO/WHO-Sachverständigenausschuss für Lebensmittelzusatzstoffe) und der IARC (Internationale Agentur für Krebsforschung).
2) Relevante unabhängige wissenschaftliche Studien, die nach ihrem Evidenzgrad kategorisiert werden: Systematische Übersichtsarbeiten und Metaanalysen werden vorrangig berücksichtigt, gefolgt von Kohortenstudien, Fall-Kontroll-Studien, Tierversuchen und Expertenmeinungen. Nur die zuverlässigsten Studien fließen in die Bewertung ein. Yuka verwendet unter anderem das Klimisch-Bewertungssystem, einen anerkannten Standard in der Toxikologie, um die Qualität experimenteller Studien zu bewerten.
Eine Liste der wichtigsten Berichte und wissenschaftlichen Studien finden Sie hier.
Yuka bemüht sich nach besten Kräften, eine Analyse bereitzustellen, die auf dem aktuellen Stand der Wissenschaft basiert und die neuesten wissenschaftlichen Studien sowie regulatorischen Änderungen berücksichtigt.
Klassifizierung der Risikoniveaus von Zusatzstoffen
Nach der Analyse dieser verschiedenen wissenschaftlichen Quellen wird jedem Zusatzstoff ein Risikoniveau zugeordnet:
- Kein Risiko (grüner Punkt): kein Einfluss auf die Bewertung.
- Begrenztes Risiko (gelber Punkt): -6 Punkte pro Zusatzstoff.
- Mäßiges Risiko (oranger Punkt): -15 Punkte pro Zusatzstoff.
- Hohes Risiko (roter Punkt): -30 Punkte (bei einer maximalen Punktzahl von 49/100).
Die Methodik von Yuka zur Klassifizierung von Lebensmittelzusatzstoffen wird hier ausführlich erläutert.
Die Beschreibung der potenziellen Risiken jedes Zusatzstoffs sowie die entsprechenden wissenschaftlichen Quellen sind in der App einsehbar.
Menge der Zusatzstoffe
Unsere Bewertungen berücksichtigen die voraussichtliche Menge eines Zusatzstoffs in Lebensmitteln, die in der Regel auf den Angaben der Hersteller an die EFSA basiert. Die genaue Menge der zugesetzten Zusatzstoffe wird nämlich nicht auf den Produktetiketten angegeben, da die Hersteller gesetzlich nicht verpflichtet sind, diese Informationen offenzulegen.
Wir berücksichtigen außerdem die Gesamtexposition der Bevölkerung gegenüber jedem Zusatzstoff. Einige Zusatzstoffe können zwar nur in geringen Mengen in einem bestimmten Produkt enthalten sein, kommen jedoch in zahlreichen Produkten vor. Dies kann zu einer kumulierten Exposition führen, die für bestimmte Bevölkerungsgruppen die Sicherheitsgrenzwerte erreichen oder sogar überschreiten kann.
Yuka wendet daher das Vorsorgeprinzip an und warnt Verbraucher vor potenziellen Gesundheitsrisiken im Zusammenhang mit Zusatzstoffen, selbst wenn diese in Lebensmitteln in Mengen vorkommen, die den geltenden Vorschriften entsprechen und daher von den Gesundheitsbehörden als sicher eingestuft werden.
Wissenschaftliches Team
Die Bewertung der Zusatzstoffe wird vom wissenschaftlichen Team von Yuka durchgeführt, gelegentlich mit Unterstützung externer Berater. Das Team von Yuka besteht aus:
- Zoé, Toxikologin, Absolventin von AgroParisTech mit einem Ingenieurdiplom in Toxikologie sowie einem spezialisierten Masterabschluss der Universität Paris-Saclay im Bereich Gesundheitsrisikomanagement für Lebensmittel und Umwelt. Ihre Arbeit konzentriert sich hauptsächlich auf die Bewertung chemischer Risiken und die regulatorische Toxikologie.
- Gabriela, Ingenieurin für Lebensmittel und Ernährung, Absolventin eines Doppeldiploms in Lebensmitteltechnik, Biomolekülen und Energie von AgroParisTech. Sie ist auf die Zusammensetzung von Lebensmitteln, insbesondere auf Zusatzstoffe, sowie auf angewandte Ernährungswissenschaften spezialisiert.
- Florine, Forschungsleiterin für Ernährung und Gesundheit, promovierte Biomedizinerin des Donders Institute for Brain, Cognition and Behaviour und Absolventin der Hochschule für Agrarwissenschaften Bordeaux im Bereich Lebensmittelwissenschaften. Sie verfügt über umfassende Erfahrung in der präklinischen und klinischen Forschung in den Bereichen Ernährung und Stoffwechselgesundheit.